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E.ON sichert sich neue Gasquelle außerhalb Russlands30 März, 2014 von Doris

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Die aktuelle Krim-Krise sorgt längst über die politischen Grenzen hinaus für eine langsam wachsende Beunruhigung. Denn Russland gilt als größter und wichtigster Gas- und Öllieferant Europas und so sorgen sich dieser Tage viele Verbraucher. Fragen wie “Was, wenn Russland mit einem Mal entscheidet, uns kein Gas mehr zu liefern?“ und ähnliche Sorgen sind längst weit verbreitet und auch die großen Energieversorger scheinen die Krim-Krise mit leichten Bedenken zu verfolgen.

 

Der Energieversorger E.ON braucht sich nun jedoch keine weitern Sorgen mehr um mögliche Versorgungsstopps aus Russland zu machen, denn E.ON hat laut eigenen Angaben einen Fünfjahresvertrag mit Katar geschlossen und wir so schon in Kürze einen Großteil des Erdgases aus Katar und nicht mehr aus Russland erhalten.

 

E.ON kauft bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas in Katar

Vor wenigen Tagen bestätigte der Energieversorger E.ON nun offiziell, dass endlich Alternativen zu bestehenden Versorgungsoptionen im Bereich der Gasversorgung gefunden und gefestigt wurden. Der Erdgaslieferant Qatargas, einer der größten Erdgasproduzenten des Wüstenstaats Katar,  und der deutsche Energieversorger E.ON fanden eine Übereinkunft, welche die Gasversorgung der E.ON-Kunden in den kommenden Jahren unabhängig von möglichen Versorungsengpäßen aus dem russischen Raum absichern wird.

 

Denn bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren aus Katar nach Deutschland geliefert werden. Diese Menge an Erdgas soll im Übrigen über die Trans Adriatic Pipeline (Kurz TAP) geliefert werden und dann in verflüssigter Form von Rotterdam aus direkt nach Deutschland geliefert werden.

 

Gas-Zugang wurde bereits im September gesichert!

Bereits im September des vergangenen Jahres hat der Energieversorger E.ON diesen Deal mit Katar festgemacht, und nun da alle Fakten und Bedingungen geklärt sind, ist es offiziell. Zumindest E.ON hat nun also keine Sorgen mehr, seine Kunden mit Erdgas zu versorgen und das vollkommen unabhängig davon, ab die Krim-Krise nun zu weiteren politischen Spannungen führen wird oder nicht.

 

E.ON Kunden erhalten nun also die Sicherheit, dass auch im kommenden Winter immer genug Erdgas geliefert werden kann, um die Kälte aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben. Ob E.ON mit derartigen Vereinbarungen allein bleiben wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist, der Energieversorger schaffte eine gewisse Unabhängigkeit vom russischen Erdgas, wenngleich diese Unabhängigkeit vorerst auch nur für fünf Jahr andauern wird und E.ON noch nicht bekannt gegeben hat, ob diese neue Erdgasquelle künftig Einfluss auf den Gaspreis nehmen wird.

Bildquelle: © bigstock / Michael Shake

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