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Hat Bayern eine Chance auf die Energiewende?02 März, 2014 von Doris

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In jedem einzelnen Bundesland ist das Thema Energiewende für Wirtschaft, Politik aber auch für so manchen Bürger längst ein alltägliches Thema und so gibt es sie von Woche zu Woche mehr, die Veranstaltungen und Tagungen bei denen die geplante Energiewende gezielt thematisiert wird. So auch dieser Tage im bayrischen Mallersdorf-Pfaffenberg, in dem eine Informationsveranstaltung einen unerwarteten Verlauf nahm.

 

Denn im Zuge des Vortrages zum Thema erneuerbare Energien im fast voll besetzten Sportheim in Oberlindhart sprach Josef Gold – seines Zeichens Gründer der Firma Gold Solar Wind, ein Unternehmen, welches sich in den vergangenen Jahren 65 Windenergieanlagen im Wert von Rund 45 Millionen Euro sowie Solaranlagen im Wert von Rund 45 Millionen Euro in Bayer aufbaute – ein Thema an, das vielen Bürgern vermutlich längst bewusst war. Die Energiewende hat ebenso ihre Schattenseiten wie ihre Vorteile.

 

Künstliche Verlangsamung der Energiewende?

Ein zentrales Thema des Vortrages war die scheinbar künstliche Verlangsamung der Energiewende mittels der Änderung des Einspeisegesetztes der neuen Bundesregierung. Eben diese Änderung würde Laut Herrn Gold gezielt das Einspeisen der aktuellen Mengen aus Solar- und Windkraft reduzieren und somit die geplante Energiewende nur unnötig verlangsamen.


Ebenso kamen Themen wie Kosten und Kostenverteilung zur Sprache. Denn eines ist gewiss, die großen Konzerne zahlen weit weniger für die geplante Energiewende als der einfache Bürger in seinem privaten Haushalt und das, könnte laut Josef Gold nur nachteilig für die gesamte Entwicklung der erneuerbaren Energien in Europa sein.

 

Hat Bayern überhaupt noch einen Chance auf die Energiewende?

Doch letztlich war es eine Aussage, die so sicherlich niemand erwartet hätte, die den Vortrag für die Anwesenden so interessant machte. Denn durch die geplante Reduzierung der eingespeisten erneuerbaren Energie würde die aktuell mit 25 Prozent durchaus schon gut bemessene Menge an erneuerbaren Energien im nationalen Stromnetz nach und nach nur noch aus den norddeutschen Bundesländern kommen könne. Denn dort ist die Windenergie als dominante erneuerbare Energie vorhanden und somit stellt sich zumindest für Herrn Josef Gold die Frage, hat Bayern überhaupt noch eine Chance auf die Energiewende.

 

In Bayern ist es die Solarkraft, die vorherrscht. Grund hierfür ist die unwirtschaftliche Vergütung der Windkrafteinspeisung in das Stromnetz. Solange sich dieser Aspekt nicht ändert, wird die Energiewende in Bayern wohl noch etwas hinterher hinken.

 

Doch Vorträge wie der von Josef Gold könnten den Weg zu einer nachhaltigen Änderung bewirken und so sind es immer wieder Experten wie Gold die mit ihrem Fachwissen und ihren innovativen Ideen in jedem Fall die Energiewende auch in Süddeutschland positiv beeinflussen und voranbringen können.

 

Bildquelle: © bigstock / volrab vaclav

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