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Ökostrom: Staatlich verordneter Kaufzwang12 Dezember, 2012 von Thomas

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Ökostrom: Staatlich verordneter KaufzwangSicherlich tragen die Stromkonzerne ihren Teil dazu bei, dass sich die Tarife regelmäßig erhöhen. Wir wollen aber nicht außer Acht lassen, dass die Regierung mit ihrer EEG-Umlage alles ins Rollen gebracht hat. Bei näherer Betrachtung der Lage, stellten die Redakteure von „Die Welt“ fest, dass wir einem „staatlich verordneten Kaufzwang“ unterliegen, dem sich die Stromanbieter ebenfalls ergeben müssen.

Teure Energiewende

Das Ausmaß ist für den Laien gar nicht überschaubar. Deutschland fühlt sich als Pionier mit seinem Konzept des Ökostroms, aber in der Realität ist dieses Modell nur für reiche Länder tragbar. Reich bezieht sich hierbei auf die Bevölkerung und nicht den Staatshaushalt.

Der Bundesverband Windenergie hat dazu interessante Zahlen vorgelegt. Die zentrale Steuerung der Windenergie-Erzeugung ist nicht gegeben. Daraus folgt, dass bereits 2011 400 Gigawattstunden einfach in der Luft verpufft sind. Niemand hat dafür Leistung erhalten, die Verbraucher mussten dennoch zahlen. Ohne entsprechende Abnahme, verpufft die Energie wieder in der Luft, wo sie erzeugt wurde. Die mangelhaften Kapazitäten werden schon lange bemängelt, aber darum bemüht sich die Regierung nicht. Durch das Gesetz der erneuerbaren Energien ist der Verbraucher dazu gezwungen, dennoch zu zahlen: Ökostrom wird zur teuren Pflicht.

Die Windenergie ist nur ein Beispiel für den stark subventionierten Ökostrom. Die hier verschwendete Energie könnte eine Stadt wie Göttingen oder Wolfsburg problemlos ein Jahr versorgen, stellte „Die Welt“ fest. Deutschland kann es sich ja leisten, aber welche Länder noch? Am Konzept wird immer mehr gezweifelt.

Noch kein Ende in Sicht

Anstatt den privaten Verbraucher zu entlasten, wurden besonders stromintensive Betriebe schon von der EEG-Umlage befreit. Nun sollen sie weitere Vergünstigungen erhalten, wenn die Netzbetreiber um eine Drosselung der Produktion wünschen. Nun will man auch noch der Wirtschaft schaden, anstatt neue Kapazitäten zu schaffen? Noch verrückter geht es nicht oder? Subventionen werden mit Subventionen ausgeglichen, ein Teufelskreis, der kein gutes Ende nehmen kann. Die Erhöhungen der Strompreise um bis zu 12 Prozent, sind da erst der Anfang.

Die Energiewende hatte einen guten Grundgedanken, aber dieser wurde schlecht umgesetzt. Die Bundesregierung ist wie immer unbedarft an ein Megaprojekt gegangen, was nun alle unzufrieden macht und enorme Kosten verursacht, die hätten vermeiden werden können.

Ein Funken Hoffnung

Der kommt jedenfalls nicht von den Wissenschaftlern, welche vor 2030 keine Wirtschaftlichkeit in die Erneuerbaren Energien einkehren sehen. Die Grundlage unserer Großindustrie ist somit in Gefahr, denn wer kann es sich leisten, weitere 17 Jahre Energie zu verbrennen, die keiner nutzen kann.?

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article111621719/Staat-zwingt-Buerger-zur-Oekostrom-Verschwendung.html

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