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RWE: Ein Beispiel für neue Stromnetze13 Oktober, 2014 von Thomas

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Es wird immer wieder bemängelt, dass die Netze für das Konzept der Erneuerbaren Energien nicht hinreichend ausgebaut sind. Vor allem von Nord nach Süd ergibt sich ein großer Mangel, der schnellstmöglich ausgeglichen werden muss, damit Teile der Windenergie nicht einfach in der Luft verpuffen. Der Energiekonzern RWE zeigt an einem Beispiel, wie man neue Kapazitäten für das deutsche Stromnetz schafft.

Von Gielert bis Osburg

So lautet der Bauplan in diesem Projekt von 18 km Länge. Viele Orte werden mit neuen Leitungen versorgt, damit die Windkraft auch übertragen werden kann. Die Hochspannungsleitung wird 110-Kilovolt an Leistung transportieren und im Umspannwerk Osburg ankommen. Nötig ist der Bau, weil die Erneuerbaren Energien einen „signifikanten Zuwachs“ erhalten haben, erklärt RWE-Sprecher David Kryszons. Die Regionen Morbach, Thalfang und Sohren, haben in den vergangenen Monaten neue Windkraftanlagen installiert. Sie sind nur ein Beispiel dafür, wie rasant sich die neuen Energiequellen entwickelt haben.

Spätestens 2015, so schätzt RWE, werden manche Kapazitäten nicht mehr ausreichen. Deshalb gibt es ein größeres Leitungsnetz für Osburg und Umgebung. Schon jetzt wird überschüssiger Strom ins Ausland verkauft, damit nicht zu viel verloren geht. Große Pläne, doch die konkrete Strecke der Bebauung steht noch nicht fest. “Wir sind noch sehr früh im Planungsprozess“, erklärt Bernhard Busch, Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Ruwer. Die beteiligten Gemeinden, haben sich alle für eine unterirdische Verlegung der Strom-Trassen ausgesprochen. Hierfür wurden schon mehrere Vorschläge gemacht. Doch die Einschnitte in die Natur, bspw. eine Rodung von gewissen Abschnitten, kommt für die Gemeinden nicht in Frage.

Unterirdisches Stromnetz möglich

Technisch stellt sich dem Vorhaben nichts in den Weg. Busch hat nun um eine Überprüfung der unterirdischen Lösung gebeten. RWE-Sprecher Kryszons erklärte jedoch, dass die Kosten zwischen einer freien Leitung und einem Erdkabel sehr unterschiedlich sein. Grob geschätzt, würde man für die freie Verlegung „nur“ 16 Millionen Euro, für das untertage liegende Kabel stolze 65 Millionen Euro, benötigen. Denkbar sei auch eine kombinierte Variante, um bestimmte Abschnitte zu schonen.

RWE gibt auch zu bedenken, dass bei einer unterirdischen Verkabelung, das Anschließen von neuen Windrädern erschwert werde. Wofür man sich auch entscheiden wird, vor 2018 dürfte mit dem Bau nicht begonnen werden, gab RWE zu verstehen.

Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trierland/aktuell/Heute-in-der-Zeitung-fuer-Trier-Land-Millionen-fuer-Stromtrasse-durch-den-Hochwald;art8128,3371388

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