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Scheitert die Energiewende am fehlenden Klimamarkt?29 Januar, 2014 von Doris

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Mit dem gestrigen Tage wurden die Jahresbilanzen der deutschen Heizungsindustrie für das Jahr 2013 vorgelegt, und obwohl mit insgesamt 686.500 Wärmeerzeuger im Bereich der Absetzung durchaus ein Zuwachs von rund 6 Prozent zum Vorjahr verzeichnet werden konnte, befürchten Experten nun, dass die Energiewende am fehlenden Wärme- und Klimamarkt scheitern könnte.

 

Denn obgleich die deutsche Heizungsindustrie erneut eine Steigerung ihrer Absätze verzeichnen konnte, ist doch eines in jedem Fall gewiss. Ohne einem starken Wärme- und Klimamarkt wird die Energiewende wie geplant nicht erfolgen können.

 

Anstieg im Energieverbrauchssektor ist wichtig für die Energiewende

Denn Experten der Energiebranche zufolge ist der Anstieg im Energieverbrauchssektor allgemein ein maßgeblicher Indikator für den Erfolg der geplanten Energiewende. Manfred Greis, Präsident des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) erklärt anlässlich der 6. Deutschen Wärmekonferenz in Berlin hierzu "Ohne Hebung der Potenziale im größten Energieverbrauchssektor Deutschlands, dem Wärme- und Klimamarkt, kann die Energiewende nicht gelingen", und scheint er damit vielen Experten und Brancheninsidern aus dem Herzen zu sprechen.

 

Denn erst wenn der Energieverbrauchssektor die Grundlage für eine erfolgreiche Energiewende ermöglicht, dann werden die planten Reformen und Veränderungen nachhaltig für Bürger wie auch die Industrie und den Handel wirken können.

 

Die Grundlage für erhebliche Energieeinsparung muss geschaffen werden.

So also muss zunächst eine wirkungsvolle Grundlage geschaffen werden und diese ist zumindest laut den aktuellen Bilanzen der deutschen Heizungsindustrie noch nicht vollends geschaffen.

 

Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der deutschen Energie-Agentur  spricht sich in diesem Zusammenhang ganz klar für eine konsequentere Politik zur Erschließung der Energieeinsparpotenziale im gesamten Gebäudebereich aus. "Über anlagentechnische Modernisierung ebenso wie über Maßnahmen an der Gebäudehülle kann bei einer Vielzahl der Gebäude in Deutschland eine erhebliche Energieeinsparung erzielt werden. Deswegen muss die neue Regierung alles dafür tun, das Sanierungstempo zu erhöhen und für eine bessere energetische Qualität bei Modernisierungsmaßnahmen zu sorgen. Die bisherigen Vorschläge und Maßnahmen reichen nicht aus und sind zu unkonkret." Denn nur wenn eine derartige Grundlage gegeben ist, wird die Energiewende letztlich wirklich glücken können.

 

Inwieweit die Forderungen von Experten wie Stephan Kohler oder Manfred Greis in naher Zukunft umsetzbar sein werden, nun das wird allein die Zeit zeigen. Fakt ist, schon jetzt beginnt das Thema Energiewende, große Kreise zu ziehen und so immer mehr das Bewusstsein jedes Einzelnen für erneuerbare Energien zu festigen.

 

Bildquelle: © bigstock / WDG Photo

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