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Solarförderung reduziert – Anzahl neuer Anlagen wird sinken12 Dezember, 2012 von Thomas

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Solarförderung reduziert – Anzahl neuer Anlagen wird sinkenDie Solarförderung wurde reduziert, so wie es nach Plan vorgesehen war. Für 2013 soll diese weiter sinken, erklärt Peter Altmaier. Unser Bundesumweltminister rechnet ganz stark damit, weil die Zahl der privat und gewerblich installierten Anlagen stark angestiegen ist und der Staat nicht ewig die Einspeisevergütung vergeben kann.

Die Solarförderungs-Reform

"Die Reform beginnt zu greifen“, womit Altmaier die Monate Oktober und November meint, in denen die Zahl der Neuinstallationen gesunken ist. Bis zu 4.000 Megawatt neue Leistung soll es im nächsten Jahr noch geben. Zum Vergleich, 2011 waren es 7.500 Megawatt. Bereits im April hatte man die ersten Kürzungen beschlossen, aber die Auswirkungen sind erst jetzt zu spüren. Dazu geführt haben Fristverlängerungen und Ausnahmen.

Die Preise pro Modul sind stark gesunken, der Preiskampf zwingt viele Solarfirmen in die Knie. Dazu die auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung, der Markt boomte für viele Monate sehr stark. Die Regierung hatte lediglich mit einem Neuvolumen von 3.500 Megawatt pro Jahr gerechnet. Deutschland rückte für einige Zeit in den Mittelpunkt des wichtigsten Marktes für Solaranlagen. Die Photovoltaik ist aber denkbar teuer und ineffizient. Sie liefert fünf Prozent des aktuellen Strombedarfs, bedarf allerdings rund der Hälfte aus der EEG-Umlage. Für die Verbraucher steigen die Strompreise deutlich, auch für 2013 wurden Erhöhungen angekündigt.

Obergrenze 2015 erreicht

Gesetzlich wird die Solarförderung nach oben gedeckelt. Wird eine Leistung von 52 Gigawatt aus der Förderung erreicht, wird es keine Einspeisevergütung mehr geben. Eine Prognose besagt, dass diese Grenze bereits 2015 erreicht sein könnte. Das Unternehmen r2B Energy Consulting hat diese Prognose in Umlauf gebracht und damit die Entwicklung der EEG-Umlage beschrieben.

„Bei der Mittelfristprognose wird die Entwicklung der installierten Leistung der Erneuerbaren, deren Volllaststunden, die eingespeiste Jahresarbeit, die zu zahlenden Vergütungen, die Höhe der vermiedenen Netzentgelte sowie den Letzverbraucherabsatz für die nächsten fünf Jahre ermittelt.„ (siehe Quelle)

Geht der Trend so weiter, wird 2017 eine Gesamtleistung von 111 Gigawatt erreicht sein. Den Großteil erzeugt die Sonne, einen Bruchteil der Wind. Je mehr man sich der Obergrenze der Förderung nähert, desto stärker wird die Rate der Neuinstallationen sein. Wir befinden uns noch in der Ruhe vor dem Ansturm, so vermutet man. Die Solarfirmen sind sich dieser Grenze bewusst und versuchen entsprechend viele Kunden bis dahin zu gewinnen.

Quelle: http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE8AJ05R20121120

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