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Stromausfälle im Winter13 Oktober, 2014 von Thomas

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In vielen Teilen Deutschlands gab es schon den ersten Schnee. Die Energieversorger klagen hierbei altbekannte Probleme, doch die Energiewende erzeugt dazu neue Schwierigkeiten. Konzerne wie Transnet BW und EnBW schieben die Schuld den Erneuerbaren Energien in die Schuhe.

Das unausgeglichene Stromnetz

Beim Stromnetz verhält es sich so. Zu viel Strom führt zu einer Überlastung, zu wenig hingegen zu Ausfällen. EnBW und Transnet BW sind der Ansicht, dass Windräder, Solaranlagen und Wasserkraftwerke Schuld daran haben, dass dieses Ungleichgewicht in letzter Zeit massiv gestärkt wurde. Denn die Energieproduktion wird durch die Witterung bedingt und diese ist alles andere als beständig.

Der Winter ist hier die schlimmste Jahreszeit. Es gibt Tage, an denen scheint keine Sonne, es weht kein Wind und die Kälte beeinflusst die Stromproduktion negativ. Der Herbst hingegen, bietet starke Stürme an der Ost- und Nordsee, welche dann in den Offshore-Windparks eine riesige Menge an Energie produzieren. Auch zu viel Strom kann zu Ausfällen führen und wer möchte im Winter schon im Kalten sitzen? EnBW warnt vor flächendeckenden Stromausfällen.

Wer trägt die Verantwortung?

Das sind die Betreiber der Übertragungsnetze, wie zum Beispiel die Transnet BW GmbH. Die Zentrale in Wendlingen, reguliert das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in Baden-Württemberg. Sie haben den Überblick, wenn es um Be- und Entlastung der Stromnetze geht- Energieversorger wie EnBW sind dann für den Transport zum Verbraucher zuständig.

„Im letzten Winter hat sich gezeigt, dass wir einen Mangel an Erzeugungsleistung hatten“, erklärt Rainer Joswig die angespannte Lage in der Leitzentrale von Transnet BW. Viele Kraftwerke wurden schon abgeschalten und an besonders kalten Tagen, genügt der Strom aus Wind und Sonne gerade so, ist aber für Spitzenzeiten schon sehr knapp bemessen. Um die Stromausfälle so gering und kurz wie möglich zu halten, wurden Reservekraftwerke aktiviert, die 250 Megawatt leisten können. Die Energie kommt in diesem Fall aus dem Ausland, wo noch verstärkt auf fossile Brennstoffe gesetzt wird.

Mangelnde Kapazitäten

Ebenfalls ein bekanntes Problem: Die Stromnetze werden nicht in gleichem Zuge ausgebaut, wie die Anlagen der Erneuerbaren Energien. „Für eine sichere und zuverlässige Versorgung brauchen wir allein in Baden-Württemberg 90 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen und 240 Kilometer Verbindungen in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung“, erklärte Joswig weiter.

Baden-Württemberg ist hier nur ein Beispiel für gesamt Deutschland. Der im Norden produzierte Strom, kann nicht vollständig in den Süden transportiert werden. Für den Übergang sollen Gas- und Kohlekraftwerke gebaut werden, fordert die Transnet BW. Doch die Energiewende trägt Früchte, sodass kaum jemand noch in die fossile Energiequellen investieren will.

Quelle: http://www.teckbote.de/nachrichten/stadt-kreis_artikel,-Alles-bloss-kein-Stromausfall-_arid,76137.html

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