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Vattenfall: Neue Pläne für Berlin Lichtenberg12 Dezember, 2012 von Thomas

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Vattenfall: Neue Pläne für Berlin LichtenbergFür Vattenfall Berlin sind es hektische Zeiten. Zum einen bemüht man sich, für die 2014 endende Lizenz eine neue Konzession zu erhalten, andererseits verstrickt man sich in Widersprüche und Planänderungen, welche den Bürgern der Hauptstadt gar nicht schmecken. Heute geht es um den geplanten Neubau zweier Biomasse-Kraftwerke.

Alles neu in Lichtenberg

Begonnen hat alles vor vielen Jahren mit der Braunkohle. Ein entsprechendes Kraftwerk wird in Lichtenberg betrieben und ist den Anwohnern ein Dorn im Auge. Vattenfall hat dazu eingelenkt und dem Ersatz durch zwei Kraftwerke mit Biomasse zugestimmt. Nun hat man diesen Plan wieder verworfen und so bleibt das Braunkohlekraftwerk noch länger in Betrieb.

Nun arbeitet man an einem Konzept, das mit einem kombinierten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk aufgestellt werden soll. Das Gelände an der Spree wird in diesen Tagen heiß diskutiert. Zwar ist dies eine angemessene Reaktion auf die Beschwerden der Anwohner, aber nun wird wieder alles neu geplant, während die Braunkohle weiterhin verheizt wird. Gas hat zumindest den Vorteil, dass es geringe Lagerkapazitäten verlangt und fast sauber verbrannt werden kann. Die dadurch frei werdende Fläche will das Bezirksamt entsprechend verwerten, um weitere Wohnflächen und Grünanlagen zu schaffen, die den Rummelsburger See attraktiver machen.

Vattenfalls Wendepolitik

Betrachtet man die mehrmalige Umstellung der Konzepte, entsteht der Verdacht, dass Vattenfall ohne konkreten Plan arbeitet. 2009 kam es schon zu starken Protesten, weil man zu diesem Zeitpunkt ein Steinkohlekraftwerk errichten wollte. Dann versprach Vattenfall, die Landeshauptstadt zum „weltweiten Spitzenreiter“ bei der Strom- und Wärmeerzeugung aus Holzverschnitt zu machen. Ein Teil des Vorhabens wurde auch umgesetzt, doch längst nicht alles, was man versprochen hatte.

2016 wollte man das Braunkohlekraftwerk in Lichtenberg ersetzen, nun verschiebt sich alles bis 2020. Vier weitere Jahre wird man umweltschädliches CO2 in großen Mengen produzieren, von Energiewende keine Spur. Michael Schäfer ist Energieexperte bei den Grünen und meint: „Angesichts von mehr als einer Million Tonnen CO2 pro Jahr ist eine schnelle Umstellung in Klingenberg die wichtigste Einzelmaßnahme für den Klimaschutz in Berlin.“ Schäfer beschuldigt auch den Senat, Vattenfall ohne triftigen Grund mehr Zeit einzuräumen, als nötig wäre.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlins-energieversorgung-vattenfall-setzt-beim-kraftwerk-klingenberg-auf-gas-statt-biomasse/7468120.html

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