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Vattenfall: Neuen Strompreis nicht ignorieren12 Dezember, 2012 von Thomas

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Vattenfall: Neuen Strompreis nicht ignorierenEs wird gestritten, ob Vattenfall nun die Ankündigung zur Strompreiserhöhung verpasst hat oder nicht. Manche Verbraucherzentralen haben den Stromkunden empfohlen, schriftlich gegen die unrechtmäßige Erhöhung Einspruch zu erheben und weiter den alten Preis zu bezahlen. Die Verbraucherzentrale Berlin warnt aber vor massenhaften Abmahnungen und Klagen.

Vorsicht vor Vattenfall

Eine Sprecherin der Berliner Verbraucherzentrale warnte davor, die Strompreis-Erhöhung, welche von Vattenfall „scheinbar“ zu spät angekündigt wurde, einfach zu ignorieren. Der Energiekonzern ist der Meinung, er habe seine 2,3 Millionen Verbraucher fristgerecht informiert, die davon betroffen sein. Die Sprecherin hatte sich zuvor mit dem Bund der Energieverbraucher kurgeschlossen. Aribert Peters, der Chef des Bundes, hatte zuvor die Empfehlung gegeben, den alten Strompreis weiter zu bezahlen. Er wies aber darauf hin, dass der Verbraucher mit einer Klage zu rechnen habe, was aber in vielen Medienkanälen nach dem ersten Satz unterging. Peters sei davon überzeugt, dass "aus unserer Sicht ein solches Vorgehen durch die Rechtsprechung gedeckt sei."

Die Sprecherin der VZ Berlin wich dagegen auf die Alternative aus, von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und den Anbieter zu wechseln. Der Rat des Bundes der Energieverbraucher ist für Sie nicht angemessen, da er Konfliktpotential in sich berge, aber was sollen die Verbraucher nun tun? Einfach den Strompreis mit Aufschlag hinnehmen, den Anbieter wechseln oder einfach dagegen Einspruch erheben?

Die gesetzliche Vorschrift

Scheinbar wird eine Frist von „sechs Wochen vor Inkrafttreten der Preiserhöhung“ unterschiedlich interpretiert. Gesetzlich ist der 20. November der Stichtag. Vattenfall bestätigte, am 19. November alle Schreiben Versand zu haben, die aber nicht pünktlich bei allen Verbrauchern eingetroffen sein. Zählt nun das Datum des Versendens oder des Empfangens? Wer am 20. November noch kein Schreiben erhalten hatte, konnte auch noch nicht darauf reagieren, aber Vattenfall ist sich keiner Schuld bewusst. Warum muss auch alles auf den letzten Drücker passieren? Das Image von Vattenfall wird dadurch jedenfalls nicht gebessert, wobei man den guten Ruf gerade in Berlin gebrauchen könnte, wo es um die erneute Lizenzvergabe für Strom geht.

Vattenfall schlägt zurück

Einen offenen Brief nutzte der Energiekonzern dafür, um sich wegen den Aussagen der Hamburger Verbraucherzentrale etwas Luft zu verschaffen. Die Pflichtanzeige war auch pünktlich am 19. November bekannt gegeben worden, aber diese ersetzt nicht die schriftlich Information an jeden Kunden. Dennoch sagt das Unternehmen: "Damit hat Vattenfall die Voraussetzung für die Gültigkeit der Preisanpassung erfüllt.“

Um einer rechtlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, raten auch wir zu einem Stromanbieter-Wechsel, den man in den kommenden Wochen noch durchführen kann. Der neue Versorger übernimmt in der Regel auch die Kündigung.

Quelle: http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/D-Energie-Verbraucher-Strompreis-Erhoehung-ignorieren-offenbar-nicht-ratsam;art154664,2685371

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