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Wie sicher sind Atomkraftwerke in Deutschland wirklich?09 November, 2013 von Thomas

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Die Deutschen wiegen sich in Sicherheit

Die Menschen in Deutschland fühlen sich sicher. Nahezu bis ins kleinste Detail sind die Dinge in der Bundesrepublik geregelt. Es gibt Gesetze zur Verfolgung von Bienenstaaten und Anträge, um Anträge zu beantragen. Produkte, die man im Laden kaufen kann, müssen unbedenklich und kontrolliert sein. Nur was groß und offensichtlich ist wird übersehen: Die deutschen Atomkraftwerke haben bedenkliche Mängel und stellen so einen Risikofaktor für die gesamte Bevölkerung dar.

Katastrophenbedarf, um aufzuwachen

Für viele Menschen ist die Information neu, dass auch in Deutschland Kernkraftwerke aufgrund massiver Sicherheitsmängel vom Netz genommen, abgeschaltet und sogar stillgelegt werden müssen. Zum Beispiel das Kraftwerk Neckarwestheim I wurde nach 35-jähriger Betriebsdauer aufgrund von Reparatur-, Erneuerungs- und Instandhaltungsbedarf, welche Kosten von absolut unrentablem Ausmaß produziert hätten, stillgelegt. Selbst die Regierung der Bundesrepublik wurde erst nach der atomaren Katastrophe in Fukushima hellhörig und widmete sich den Gefahren vor der eigenen Haustür. Kaum entstand eine gewisse Massenhysterie bezüglich des Unglücks in Japan, schon plante man hierzulande einen großen Sicherheitstest für die Atomkraftwerke und nahm sogar vorübergehend sofort sieben Reaktoren vom Netz. Etwas paradox, wenn man bedenkt, dass der Plan vor dem nuklearen Desaster noch war, eine Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke zu erwirken. Es erweckt den Anschein, als würde die Politik die Kontrolle der Sicherheit der Reaktoren, welche in staatlicher Hand liegt, je nach aktuellem politischem Kurs anpassen. Nicht unterschätzt werden darf, dass es auch bei stillgelegten Anlagen einer Nachbetreuung bedarf, da auch von diesen immer noch Gefahren ausgehen können.

Nur nicht überdramatisieren

Generell muss man einräumen, dass in Deutschland sehr hohe Sicherheitsstandards vorherrschen und dementsprechend die Atomkraftwerke in relativ annehmbaren Zuständen sind. Mängel bestehen hauptsächlich bei den Warnsystemen für Erdbeben und bei der Umsetzung der internationalen Leitlinien für schwere Unfälle. Das heißt, so lange alles gut geht, haben wir kein Problem. Überrascht uns ein heftigeres Erdbeben, was durchaus auch in unseren Breitengraden denkbar ist, oder ein außerplanmäßiges Unglück, kann es auch in Deutschland zum Gau kommen. In der Vergangenheit musste man häufig hinnehmen, dass Sicherheitsmängel erst erkannt wurden, nachdem es zu einem Unglück kam und man quasi aus den Fehlern lernte. Ein solches Vorgehen ist für heutige Standards allerdings absolut inakzeptabel und nicht praktizierbar. Man weiß mittlerweile um die Risiken und Auswirkungen bezüglich Naturgewalten und anderer Fremdeinwirkung, wie zum Beispiel menschliches Versagen, im Zusammenhang mit den Anforderungen an Atomkraftwerke Bescheid. Wie in jeder Branche stehen die beschäftigten Personen auch hier unter Druck. Es muss vor allem zeitsparend und kosteneffizient gearbeitet werden. Nur, dass es in einem Kraftwerk im Schadensfall nicht um falsch abgelegte Akten geht, sondern im schlimmsten Falle um das Leben einer ganzen Nation oder darüber hinaus.

Unberechenbares Risiko

In der heutigen Zeit ist ein neuer Risikofaktor hinzugekommen: der Terror. Kein Land ist mehr vor einem Anschlag sicher und mitunter am bittersten würde es uns treffen, wenn eines der Atomkraftwerke Ziel eines Terroranschlages werden würde. Auch für dieses Szenario gibt es ganz konkrete Schutzmaßnahmen, welche in einer Studie in Amerika herausgearbeitet wurden. So sollten Vernebelungsanlagen installiert, die Wände der Reaktorblöcke mit meterdicken Betonschichten verstärkt und Stahlnetze aufgespannt werden. Sämtliche öffentliche Anlaufstellen sowie die Energiekonzerne geben bisher keine Stellungnahme dazu ab, inwieweit die Empfehlungen bereits umgesetzt wurden bzw. ob bereits Pläne dahingehend gemacht wurden – und in welchem zeitlichen Rahmen sich die Umsetzung derer abspielen soll.

Auf die Regierung hoffen

Den deutschen Bürgern bleibt kaum etwas anderes übrig, als auf den klaren Menschenverstand und das Engagement ihrer Regierung zu vertrauen. Die Liste der bedenklichsten Mängel, welche Atomkraftwerke aufweisen, führt in Europa immer noch Frankreich an. Ob das die Deutschen als Ländernachbarn beruhigen kann? Hoffentlich braucht es keine weitere oder örtlich nähere Katastrophe, um der Sicherstellung einwandfreier Kernkraftwerke auf die Sprünge zu helfen.



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